Indonesien, eine eindeutige Reiseempfehlung

A Allgemein post written by on 12. Januar 2015

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Indonesien ist mehr…
»Wir reisen nach Indonesien« – »Was? Indonesien, wo liegt das?« – »Na, ihr wisst schon die Inseln Sumatra, Java, Lombock, Bali…« – »Ahhh, Bali. Das kenn ich«
So, oder so ähnlich waren durchwegs die Reaktionen auf unsere Reisepläne und Indonesien wurde auf Bali reduziert.
Aber …Indonesien ist mehr.

Neben den typischen Touri-Zielen inklusive Einheimischen die auf exotisch machen waren es vor allem die auf eigene Faust erkundeten Stationen unserer Reise die uns in Erinnerung geblieben sind. Hier findet sich noch das ursprüngliche Indonesien jenseits des Massentourismus.

Nach einer Anreise von 18 Stunden mit Aufenthalt in Dubai stand die Ankunft in Jakarta auf der Hauptinsel Java kurz bevor. Ein stinkender, lauter, hektischer Moloch – Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich zumindest mag das. Keine Touristen weit und breit, eine Dunstglocke über der Stadt, gefühlte Millionen Autos, Motorräder und TukTuks auf den Straßen und überwiegend freundliche Einheimische.
Und wir mittendrin. Bianca, ich und meine neu erworbene OMD.
Die Entscheidung zugunsten der kleinen Immerdabei-Kamera fiel aus rein pragmatischen Gründen. 3 Wochen mit einer D4 samt Objektivpark am Rücken erschien mir dann doch nicht als erstrebenswert für Mensch und Maschine.
Danach gings per Zug und Minibus über Yogyakarta, dem kulturellen Zentrum und Batikhochburg Javas, zu einem der aktivsten Vulkane Indonesiens; dem Bromo. Ja, zugegeben: zwei sehr touristische aber dennoch nicht weniger beeindruckende Reiseziele.
Als nächste Station stand der Ijen-Krater am Programm – ein Highlight unserer Reise. Nach frühmorgentlichem Aufbruch bei völliger Dunkelheit wurde uns bald klar, dass wir hier neben ein paar weiteren Abenteuerhungrigen nicht die einzigen waren die den beschwerlichen Weg auf sich nehmen.
Als eine der am härtesten arbeitenden Menschen der Welt werden sie bezeichnet: die Schwefelarbeiter des Ijen. Mehr als 70kg Schwefel baut ein Arbeiter mehrmals täglich unter widrigsten Umständen im Krater ab und schleppt ihn in zwei Körben auf den Schultern den 300m tiefen Krater hinauf um sich danach Schritt für Schritt den Vulkan wieder hinunter ins Tal zu quälen. Die schlechte Bezahlung zwingt die Arbeiter sich mit Souveniers aus Schwefel und als sogenanter »Tourguide« etwas dazuzuverdienen. Hier haben wir ausnahmsweise über die Höhe des Preises nicht verhandelt…
Um nicht die Reiselust zu verlieren gings danach über Bali nach Lombock und per Boot auf die Insel (Gili) Meno zum Entspannen. Gutes Essen, eine Hütte direkt am Strand, mit Riesenschildkröten im beeindruckenden Korallenriff schwimmen – was will man mehr…
Als Abschluss gönnten wir uns noch das zwar sehr touristische aber auch sehr interessante Bali mit seinen Tempeln inklusive der heiligen Affen und seiner einzigartigen hinduistisch geprägten Kultur.

Um die lange Heimreise interessanter zu gestalten planten wir schon vor Reiseantritt einen Abstecher nach Dubai inklusive Besuch des Burj Khalifa. Um es kurz zu machen: Ich denke in Dubai wird mit anderen Massstäben gemessen.

Abschliessend kann ich nur allen Abenteuerhungrigen, die einen abwegslungsreichen, spannenden aber auch erholsamen Trip starten möchten, eine eindeutige Reiseemfehlung aussprechen!

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